Tendinopathie: Krankheitsbilder, Symptome & effektive Behandlung

Eine Tendinopathie – auch Tendopathie genannt – ist eine weit verbreitete Erkrankung der Sehnen, die oft mit Schmerzen, Schwellungen und eingeschränkter Bewegung einhergeht. Die Tendopathie-Symptome entstehen häufig aufgrund von Überbeanspruchung, wiederholter Belastung oder unsachgemässer Bewegung der betroffenen Sehne. Sehnen sind ein spezialisiertes Gewebe, das Muskeln mit dem Knochen verbindet und eine entscheidende Rolle bei der Kraftübertragung spielt.

Tendinopathien zählen zu den häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparates. Je nach Ausprägung kann auch eine begleitende Entzündung auftreten, insbesondere im Bereich der Sehnenansätze. Tendinopathien treten am häufigsten in den Schultern (Supraspinatussehne), Knien, Achillessehnen und Ellbogen auf. Dabei sind häufig mehrere Sehnen oder Sehnenansätze gleichzeitig betroffen. Mit unserer spezialisierten mikroinvasiven Tendinopathie-Behandlung bieten wir eine effektive und schonende Therapie, durch die Betroffene eine spürbare Linderung ihrer Beschwerden erfahren können.


Tennisellenbogen und Golferellenbogen: Tendinopathie der Unterarmsehnen

Tennisellenbogen und Golferellenbogen sind häufige Erkrankungen, die als Tendinopathie der Unterarmsehnen bezeichnet werden. Beim Tennisellenbogen sind die Sehnen an der äusseren Seite des Ellenbogens betroffen, während beim Golferellenbogen die Sehnen an der inneren Seite des Ellenbogens betroffen sind. Beide Zustände werden durch Überlastung und wiederholte Bewegungen z.B. während des Sports verursacht, die zu Mikroverletzungen in den Sehnen führen. Typische Symptome sind:

  • Schmerzen,
  • Schwellungen und
  • eingeschränkte Beweglichkeit.
Tendinopathie der Ellenbogensehnen - Golfer- oder Tennisellenbogen

Eine frühzeitige Diagnose und angemessene Behandlung – einschliesslich Ruhe, physikalischer Therapie, entzündungshemmender Medikamente und gezielten Übungen – sind wichtig, um der Reizung der Sehnen entgegenzuwirken. Die Mikrotherapie kann zur Linderung der Beschwerden beitragen und eine schnellere Genesung ermöglichen. Zusätzlich ist die Anpassung der Trainings- und Technikgewohnheiten wichtig, um zukünftige Belastungen zu minimieren.

Pes-anserinus-Syndrom: Tendinopathie der Kniekehle und ihre Auswirkungen

Das Pes-anserinus-Syndrom ist eine Tendinopathie der Kniekehle, die häufig bei Sportlern und Menschen mit Übergewicht auftritt. Dabei sind die Sehnen des Pes-anserinus, bestehend aus den Muskeln Sartorius, Gracilis und Semitendinosus, betroffen. Die typischen Symptome sind Schmerzen und Entzündungen in der Kniekehle, die beim Gehen, Treppensteigen oder Hocken auftreten können. Diese Erkrankung kann die Mobilität und sportliche Leistung beeinträchtigen.

Mann fasst sich ans schmerzende Knie - Symbolbild für das Pes-anserinus-Syndrom

Die Behandlung beinhaltet in der Regel Ruhe, physikalische Therapie, entzündungshemmende Medikamente und gezielte Dehnungs- und Stärkungsübungen. Durch eine rechtzeitige Diagnose und Tendinopathie-Behandlung können die Beschwerden gelindert werden, und eine schrittweise Rückkehr zu normalen Aktivitäten ist möglich.

Tendinopathie der Quadrizepssehne im Oberschenkel

Die Quadrizepssehnen-Tendinopathie ist eine schmerzhafte Erkrankung, die die Quadrizepssehne im Oberschenkel betrifft und zu Beeinträchtigungen der Kniebeweglichkeit führen kann. Diese Sehnenverletzung entsteht durch Überlastung oder degenerative Veränderungen. Die rechtzeitige Diagnose und gezielte Behandlung spielen eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung der Quadrizepsfunktion und der Wiederherstellung der Mobilität. Die transarterielle Embolisation als Therapie-Methode zeigt vielversprechende Ergebnisse bei der Schmerzlinderung und Regeneration.

Mann hält mit beiden Händen sein schmerzenden Oberschenkel

Patellaspitzensyndrom (Jumper's Knee): Tendinopathie der Patellasehne und ihre Folgen

Das Patellaspitzensyndrom, auch bekannt als Jumper's Knee, ist eine Tendinopathie der Patellasehne, die häufig bei Sportlern und insbesondere bei sprungintensiven Aktivitäten auftritt. Diese Erkrankung führt zu Schmerzen und Entzündungen an der Vorderseite des Knies, direkt unterhalb der Kniescheibe. Die Überlastung und wiederholte Belastung der Patellasehne führt zu Mikroverletzungen und einer Degeneration des Gewebes.

 

Typische Symptome sind Schmerzen beim Springen, Laufen oder Treppensteigen. Unbehandelt kann das Patellaspitzensyndrom zu einer Beeinträchtigung der sportlichen Leistung und zu langwierigen Beschwerden führen. Die übliche Behandlung umfasst Ruhe, physikalische Therapie, gezielte Übungen zur Stärkung der umliegenden Muskulatur sowie die Anpassung der sportlichen Aktivitäten, um die Belastung auf die Patellasehne zu reduzieren.

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Darstellung eines schmerzenden Knies beim Jumper's Knee (Patellaspitzensyndrom)

Tractus-iliotibialis-Syndrom: Das Runner’s Knee behandeln

Ursache für das häufig bei Läufern auftretende Runner’s Knee ist eine schmerzhafte Entzündung in Folge einer Überlastung der Sehnenplatte an der Aussenseite des Oberschenkels. Sie führt zu stechenden Schmerzen im Bereich des Aussenknies. Neben der Runner’s-Knee-Behandlung mit Schmerzmedikamenten und Physiotherapie bietet Ihnen die Gelenk-Embolisation eine Möglichkeit, das „Läuferknie“ nachhaltig zu therapieren. Mit Hilfe der minimalinvasiven Behandlungsmöglichkeit lassen sich die Beschwerden des Knies oft innerhalb kürzester Zeit lindern.

Arzt berührt schmerzendes Knie des Patienten

Tendinopathie der Achillessehne

Die Tendinopathie der Achillessehne ist eine häufige Erkrankung, bei der die Achillessehne, die den Wadenmuskel mit der Ferse verbindet, geschädigt und entzündet ist. Diese Verletzung tritt oft bei Sportlern auf, insbesondere bei Aktivitäten mit schnellen Stopps und Richtungswechseln. Die Symptome umfassen Schmerzen, Schwellungen und Steifheit entlang der Achillessehne, die vorwiegend beim Gehen, Laufen oder Springen spürbar werden. 

Die typische Behandlung umfasst Ruhe, physikalische Therapie, Dehnungsübungen, entzündungshemmende Medikamente und gegebenenfalls orthopädische Einlagen. Eine frühzeitige Diagnose und Tendinopathie-Behandlung sind entscheidend, um langfristige Schäden zu vermeiden und eine schnellere Genesung zu ermöglichen.

Foto von zwei Füßen mit eingezeichnetem Schmerzpunkt - Tendinopathie der Achillessehne


Tendopathie: Symptome erkennen und behandeln

Zu den häufigsten Anzeichen der Tendopathie gehören Schmerzen, Steifheit, Schwellungen, lokale Druckempfindlichkeit und eine eingeschränkte Beweglichkeit des betroffenen Bereichs. Diese Symptome können im Laufe der Zeit schlimmer werden, insbesondere wenn die Belastung der Sehnen nicht reduziert wird. Es ist wichtig zu beachten, dass die Tendopathie-Symptome je nach Stadium der Erkrankung variieren können. Frühe Anzeichen können subtil sein und sich im Laufe der Zeit verschlimmern, wenn die Erkrankung fortschreitet. Bleibt die Erkrankung unbehandelt oder ist sie weit fortgeschritten, können Schmerzen, Druck und andere Beschwerden im betroffenen Bereich chronisch werden.

Die Wurzeln der Tendinopathie: Was sind die Ursachen dieser schmerzhaften Erkrankung?

Die Entstehung der Tendinopathie ist ein komplexer Prozess, der durch verschiedene Ursachen beeinflusst wird. Grundsätzlich entwickelt sich diese Erkrankung aufgrund von Überlastung, wiederholten Belastungen oder unsachgemässer Beanspruchung der Sehnen. Die typischen Ursachen einer Tendopathie sind:

  • Überbeanspruchung
  • Ungenügende Erholung
  • Fehlbelastung
  • Alter und Abnutzung
  • Genetische Veranlagung
Knie wird behandelt bei einer Tendinopathie

Eine gezielte Untersuchung der betroffenen Sehnen und des umliegenden Gewebes ist entscheidend, um die Entzündung frühzeitig zu erkennen und die Behandlung einzuleiten. So können Schmerzen reduziert und langfristige Schäden an Sehnen und Knochen vermieden werden. Es ist wesentlich zu berücksichtigen, dass die Entstehung einer Tendinopathie von Fall zu Fall unterschiedlich sein kann. Dabei betrifft diese Erkrankung nicht nur Sportler: Auch in bestimmten Berufen mit einseitiger körperlicher Belastung kann eine Reizung der Sehnen auftreten. Durch eine angemessene Prävention, regelmässige Pausen, Aufwärmen vor dem Training und eine korrekte Technik können viele Tendinopathien vermieden werden.

Ansatztendinopathie: Therapie bei MIT in Bern

Traditionell wurden sowohl für die Behandlung von Tendinopathien als auch von Arthrose zunächst konservative Ansätze angewendet. Zu den konservativen Behandlungsoptionen gehören Ruhe und Schonung des betroffenen Bereichs, Anwendung von Kältepackungen zur Linderung von Schwellungen, Physio-Therapie zur Verbesserung der Bewegung und Stärkung der umliegenden Muskulatur sowie die Verwendung von Schienen oder Bandagen zur Unterstützung der Sehne während des Heilungsprozesses.

 

In den letzten Jahren hat sich das mikroinvasive Therapieverfahren zunehmend etabliert, insbesondere bei der Ansatztendinopathie-Therapie (Schädigung der Sehne am Knochenansatz). Bei dieser innovativen Behandlungsmethode wird die betroffene Sehne gezielt therapiert und die Regeneration des umliegenden Gewebes gefördert. Gleichzeitig können Entzündung und Schmerzen deutlich reduziert werden, wodurch die Symptome der Erkrankung effektiv gelindert werden. Eine sorgfältige Untersuchung der betroffenen Sehnen ist dabei entscheidend, um die passenden Therapie-Massnahmen einzuleiten und die langfristige Funktionsfähigkeit der Sehnen wiederherzustellen.


Minimalinvasive Tendinopathie-Behandlung

Die minimalinvasive Tendinopathie-Behandlung revolutioniert die Herangehensweise an die Therapie dieser schmerzhaften Erkrankung. Durch den Einsatz moderner Techniken kann gezielt auf die betroffenen Sehnenbereiche zugegriffen und Behandlungen durchgeführt werden, die eine schnellere Genesung ermöglichen. Diese mikroinvasive Therapie umfasst unter anderem Injektionen von Medikamenten, wie z. B. Kortikosteroiden oder plättchenreichem Plasma (PRP), in die geschädigten Sehnen.

Schematische Darstellung der Gelenkembolisation zur Arthrose Behandlung

Dadurch werden Entzündungen reduziert und der Heilungsprozess gefördert. Diese minimalinvasiven Ansätze bieten eine vielversprechende Alternative zu invasiven chirurgischen Eingriffen. Als Spezialisten für minimalinvasive Therapien in Bern ermöglichen wir unseren Patientinnen und Patienten mittels der Gelenkembolisation eine schnellere Rückkehr zu einem aktiven Lebensstil. Da Schmerzen individuell sehr unterschiedlich sind, entscheide ich für jeden Patienten einzeln, ob eine Mikroembolisation sinnvoll ist, da die Therapie nicht bei jeder Erkrankung gleichermassen wirkt. Ebenso lege ich je nach Fall fest, ob die Behandlung ambulant oder stationär durchgeführt wird.

 

Sie haben Fragen zur modernen Tendinopathie-Behandlung oder leiden unter anhaltenden Schmerzen an einer Sehne oder mehreren Sehnen? Das spezialisierte Praxis-Team von MIT Bern unter der Leitung von Dr. med. Susanne Constantinescu begleitet Betroffene mit unterschiedlichen Tendinopathien von der fundierten Untersuchung bis zur individuell abgestimmten Therapie. Ziel der Behandlung ist es, die Ursachen der Erkrankung zu erkennen, die Entzündung im Gewebe der betroffenen Sehne zu reduzieren und die schmerzfreie Bewegung wiederherzustellen. In einem persönlichen Gespräch erläutern wir Ihnen verständlich, welche Therapie bei Ihrer Tendinopathie sinnvoll ist, welche Sehnen oder Knochen-Ansätze betroffen sind und wie sich Beschwerden durch gezielte Behandlung und angepasste Belastung nachhaltig lindern lassen. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, um einen Termin zu vereinbaren und mehr über moderne Therapie-Optionen bei Sehnenerkrankungen zu erfahren.