Schulterverletzungen nach Verabreichung von Impfstoffen (SIRVA, Shoulder Injury Related to Vaccine Administration) sind seltene, aber potentiell schwächende Beeinträchtigungen, die durch falsche Platzierung der Nadel beim Impfen hervorgerufen werden und anhaltende Schulterschmerzen verursachen. Aufgrund der aktuell zahlreichen Corona-Impfungen ist mit einem Anstieg der Fälle von SIRVA zu rechnen. In einigen Fällen könnte eine Embolisation der infolge der Schädigungen neugebildeten Blutgefässe eine erfolgversprechende Option zur Behandlung der SIRVA darstellen.
Inhalt
Was ist SIRVA?
SIRVA verursacht Schulterschmerzen und Bewegungseinschränkungen
Unsachgemässe Impfung als Ursache von SIRVA
SIRVA ist dank Corona-Impfung auf dem Vormarsch
Bildgebung ist wichtig für die Diagnose von SIRVA
Behandlung von Schmerzen und Entzündungen steht an erster Stelle
Embolisation als Behandlungsoption bei SIRVA
Quellen, Links und weiterführende Literatur
Was ist SIRVA?
Mit dem Kürzel SIRVA bezeichnet man eine durch unsachgemässe Impfung hervorgerufene Schulterverletzung (Shoulder Injury Related to Vaccine Administration). Zur intramuskulären Verabreichung eines Impfstoffes wird zumeist der Deltamuskel (Musculus deltoideus) am Oberarm gewählt; die Injektion sollte senkrecht zur Hautoberfläche zwischen distalem Muskelansatz und Acromion erfolgen. Wird dabei die Nadel falsch platziert, so verursacht die Injektion in nicht-muskuläre Strukturen eine Schädigung des Gewebes.
SIRVA verursacht Schulterschmerzen und Bewegungseinschränkungen
SIRVA kann erhebliche Schmerzen in der Schulter hervorrufen und die Beweglichkeit des Armes massiv vermindern. Typischerweise treten Symptome wie Steifheit und weitere Einschränkungen innerhalb von 48 Stunden nach intramuskulärer Verabreichung auf und können über Wochen und Monate anhalten. Eine Vorgeschichte mit Schulterschmerzen ist dabei in den seltensten Fällen gegeben.
Unsachgemässe Impfung als Ursache von SIRVA
Die medizinische Literatur zu unerwünschten Impfnebenwirkungen sieht als Hauptursache einer SIRVA eine falsche Platzierung der Kanüle und/oder lokale Reaktionen auf das verabreichte Impfserum.Meistens wird die Injektion zu hoch und/oder schief angesetzt, sodass der Impfstoff nicht wie gewünscht in die Muskulatur, sondern in einen Schleimbeutel des Schultergelenks (Bursa subdeltoidea, Bursa subacromialis) oder das Schultergelenk selbst gelangt.
Falsche Platzierung des Impfstoffes kann anhaltende, bisweilen sogar dauerhafte Schulterverletzungen hervorrufen. In der Folge kommt es zu Entzündungen, die die Strukturen im Schulterbereich weiter schädigen und erhebliche Schmerzen nach sich ziehen.
SIRVA ist dank Corona-Impfung auf dem Vormarsch
SIRVA tritt nicht nur nach einer Impfung gegen Corona oder Influenza auf, sondern wurde bereits bei Impfstoffen gegen eine Vielzahl von Infektionskrankheiten beobachtet, darunter Pneumokokken, Diphterie/Tetanus/Keuchhusten, Humanes Papillomavirus (HPV) oder Hepatitis A. Bereits 2016 lieferte eine Abfrage der Datenbank beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI) 313 Verdachtsfälle in 15 Jahren, von denen sich 59 klinisch bestätigen liessen.
Epidemiologisch spielt SIRVA eine wachsende Rolle, da weltweit immer mehr Patienten eine Impfung gegen SARS-CoV-2 bekommen. Selbst bei einem geringen, aber signifikanten Prozentsatz von Impfkomplikationen steigen die Erkrankungszahlen weltweit an. Inzwischen haben die Fälle nach Coronaimpfung in der Statistik die nach der bereits wesentlich älteren Grippeimpfung überholt. Umso wichtiger für die Zukunft wird es sein, geeignete Impftechniken anzuwenden, die Fälle von SIRVA speziell nach Impfung gegen Corona näher zu analysieren und die Diagnose und Behandlung zu verbessern.
Bildgebung ist wichtig für die Diagnose von SIRVA
Bei der körperlichen Untersuchung dominieren die erhöhte Empfindlichkeit bei Palpation und eine eingeschränkte Beweglichkeit des Schultergelenks. Sie sind die Folge von Sehnenentzündungen (Tendinopathien), Schleimbeutelentzündungen (subacromiale Bursitis) und Schädigungen der Rotatorenmanschette mit partiellen bis vollständigen Abrissen, die sich teils bereits im Röntgenbild, wesentlich zuverlässiger in der Magnetresonanztomographie diagnostizieren lassen
Behandlung von Schmerzen und Entzündungen steht an erster Stelle
SIRVA bezeichnet einen Komplex von Symptomen, die sich auf falsche Injektionstechnik zurückführen lassen. Dementsprechend ist die Therapie individuell auszurichten und beschränkt sich meistens auf die Behandlung der Entzündungen und Schmerzen mit lokal applizierten Antiphlogistika und Analgetika. In besonders schweren Fällen mit fortschreitender Schädigung oder Infektionen wird eine operative Behandlung unumgänglich.
Embolisation als Behandlungs Option bei SIRVA
SIRVA ist eine vermeidbare Impfkomplikation, die nur selten auftritt, für Patienten aber eine erhebliche Einschränkung darstellt. Monatelange Schmerzen und Bewegungseinschränkungen in der Schulter sind nicht unüblich, und in einigen Fällen bleiben dauerhafte Schäden zurück.
Japanische und spanische Arbeitsgruppen konnten zeigen, dass sich gerade hier die Gefässembolisation als hilfreich erweist. Bei Schädigung von Gelenken kommt es zur Neubildung pathologischer Kapillargefässe, die von sensorischen Nerven flankiert für Schmerzen und Entzündungen mitverantwortlich sind. Der Verschluss solcher Neovaskularisationen in der Schulter mittels auflösbarer Partikel vermindert die Zufuhr von Sauerstoff und Entzündungsmediatioren, sodass die Entzündungsreaktion abnimmt und die Patienten zeitnah weniger Schmerzen haben und den Arm besser bewegen können.
In Japan in der Okuno-Klinik wird diese Therapie regelmässig durchgeführt – mit sehr gutem Erfolg und einer deutlichen Reduktion der Schmerzen. Diese Methode zur Behandlung von chronischen Schmerzen und Funktionseinschränkungen bei SIRVA ist eine ausgezeichnete Option, wenn konservative Massnahmen keine deutliche Besserung gebracht haben.
Sie leiden selbst an Schulter Schmerzen? Lassen Sie sich helfen!
Ich, Susanne Constantinescu aus Bern, beherrsche diese einzigartige Technik und habe sie in Tokio direkt bei Dr. Okuno, dem weltbekannten Spezialisten erlernt. Bei Interesse an der Therapie oder Fragen schreiben Sie mir eine E-Mail an [email protected] – ich helfe Ihnen gerne weiter!
Quellen, Links und weiterführende Literatur
· Yuen WLP, Loh SYJ, Wang DB. Vaccine. SIRVA (Shoulder Injury Related to Vaccine Administration) following mRNA COVID-19 Vaccination: Case discussion and literature review. 2022 Apr 20;40(18):2546-2550. doi: 10.1016/j.vaccine.2022.03.037. Epub 2022 Mar 21. PMID: 35339304 Free PMC article. Review.
· Wood CT, Ilyas AM. Shoulder Injury Related to Vaccine Administration: Diagnosis and Management. J Hand Surg Glob Online. 2022 Mar;4(2):111-117. doi: 10.1016/j.jhsg.2021.12.009. Epub 2022 Jan 28. PMID: 35128359 Free PMC article. Review.
· Shoemaker S. Preventing Shoulder Injury Related to Vaccine Administration. Am J Nurs. 2021 Jun 1;121(6):45-47. doi: 10.1097/01.NAJ.0000753660.62075.69. PMID: 34009164 Review.
· Pettyjohn EW, Clugston JR, Zaremski JL. Shoulder Injury Related to Vaccine Administration and a Growing Challenge: A Focused Review. Curr Sports Med Rep. 2022 Mar 1;21(3):78-83. doi: 10.1249/JSR.0000000000000939. PMID: 35245242 Review.
· Deutsches Ärzteblatt: Risiko SIRVA: Bei Grippe-Impfungen nicht zu hoch zielen. Meldung vom 05.10.2018.

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vera kunz (Dienstag, 28 Februar 2023 13:39)
Guten Tag
Hatte gleich nach der Corona Impfung massive Schmerzen und verkrampfungen, dachte zuerst an eine normale Reaktion.
Nach einem Jahr bin ich dann zur Osteophatie ohne erheblichen Erfolg vorübergehend leichte Linderung.
Arm ist nach wie vor teil gelähmt und schmerzhaft.
Bin nun nach 1 und 1/2 jahren zum Ortohopaeden gegangen ,nach Ultraschall ist mindestens die Sehne noch dran.
Muss nun nochmals gehen .
Habe aber nun die hofnung verloren und muss ernsthaft über einschläffern von Tieren nachdenken da es so nicht mehr geht und ich körperlich Arbeite oder vielmer habe
Besteht noch einen schimmer hofnung
Impfen werde ich nie wieder auch die Tiere nicht mehr.
ich weis nicht wie es weiter gehen soll
S. Constantinescu (Dienstag, 28 Februar 2023 22:34)
Guten Tag
ich danke über den ehrlichen Kommentar. Leider ist von den meisten Ärzten diesen Krankheitsbild auch nicht bekannt.
Falls sie einen unverbindlichen Beratungsgespräch möchten, können sie es in den Kontakt noch schreiben.
Freundliche Grüsse
Nicole Drewlo (Mittwoch, 07 Februar 2024 11:26)
Hallo und guten Tag,
besteht die Möglichkeit für ein Beratungsgespräch? Ich denke, ich bin eine Betroffene.
Mit freundlichen Grüßen
MIT-Team (Mittwoch, 07 Februar 2024 16:22)
Liebe Frau Drewlo
Gerne können Sie uns unter der Nummer 031 312 05 02 oder via E-Mail: [email protected] erreichen. Wir können sehr gerne einen Termin vereinbaren.
Herzliche Grüsse
Dana Sayfullah (Freitag, 19 April 2024 09:17)
Guten Tag,
Ich habe am 11.04 ein Tetanus Impfung bekommen. Nach 2 Tagen kriegte sehr starke Schmerzen in der Schulter , der Schmerz verbreitet sich bis in der Rücken und in den ganzen Arm . War zum Arzt er meinte das kann nicht von Impfung kommen habe Schmerz Tabletten bekommen Ibuprofen 800 und Tilidin. Die helfen gar nicht die Schmerzen sind unerträglich . Gestern war ich wieder zum Arzt auf der Schulter habe eine Blase und habe octenisept Spray und Antibiotika bekommen. Ich kühle meine Schulter immer wieder an und wenn ich das tue kribbelt in meinen ganzen Arm , meinen Daumen und zeige Finger sind taub.
Mit freundlichen Grüßen
MIT-Team (Freitag, 19 April 2024 09:53)
Nehmen sie die Antibiotika regelmässig ist sehr wichtig und bleiben sie im Kontakt mit ihren Hausarzt.
L.Bludau (Dienstag, 02 Juli 2024 08:39)
Nach einer Impfung traten innerhalb weniger Stunden sehr starke Schmerzen in der Schulter auf. Man glaubt mir nicht das diese mit der Impfung zusammen hängen. Mein Orthopäde schickte mich zu MRT und dies ist Radiologische Beurteilung des Befundes:
Deutlicher Reizzustand mit Zeichen der Partialruptur der Infraspinatussehne und des Musculus infraspinatus im Verlauf des Sehnenmuskelübergangs.
Tendopathie, Ausdünnung und Partialruptur der Supraspinatussehne bei knöcherner subakromiale Enge.
Arthrotische Veränderung der akromioklavikular.
Bursitis.
Nach was sieht dieser Befund ihrer Meinung nach aus?
Mit freundlichen Grüßen
MIT-Team (Dienstag, 02 Juli 2024 09:12)
Guten Tag Herr/Frau Bludau
Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail, damit wir alles weitere klären können.
[email protected]
Herzliche Grüsse
Karin (Donnerstag, 05 September 2024 10:21)
Guten Tag!
Ich bekam am 09.02.2024 die 2. Gürtelroseimpfung. Schon beim Einspritzen hatte ich fürchterliche Schmerzen, was ich auch der Arzthelferin mitteilte.
Die Impfreaktionen waren Gelenk- und Muskelschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Armschmerzen, Juckreiz, Rötungen an Bauch und Impfarm, Lymphknoten leicht geschwollen etc.
Nach dieser Impfung bekam ich Schulterprobleme, die sich im Laufe der Zeit so äusserten, daß ich Schmerzen beim Anziehen und bestimmten Bewegungen in der linken Schulter (Impfarm) hatte. Da die Schmerzen immer stärker als schwächer wurden, wurde mir Physiotherapie verschrieben.
Gestern hatte ich die 1. Sitzung. Der Therapeut vermutet, daß die Sehne angerissen sein könnte, da sie bei Stimulation gleich angeschwollen ist. Er meinte aber, daß könne eher nicht von einer Impfung kommen. Er versucht es zunächst mit Elektrotherapie. Diese macht sich heute mit einem Hitzegefühl in der linken Schulter und leichten Brennen bemerkbar. Ich denke, das ist ein Zeichen dafür, daß etwas wirkt. Meine leichten Hantelübungen mit Dehnen soll ich weiter machen, allerdings riet er mir, den linken Arm nicht mit mehr als 2,5 kg zu belasten.
Können Sie mir weitere Tipps geben? Ich habe etwas Angst, daß ich am Ende einer OP nicht aus dem Wege gehen kann?
Viele Grüße
(parallel schreibe ich eine Mail)
Reiner speer (Dienstag, 01 April 2025 13:19)
Vor 4 wochen bin ich das 1 mal gegen gürtelrose geimpft wurden,
Habe immer noch impfschmerzen im oberarm. Man sieht nichts,
Der arm ist auch nicht warm. Was kann ich machen, ich möchte in
Einer woche in den urlaub fahren.
MIT-Team (Mittwoch, 02 April 2025 02:36)
Guten Tag,
haben sie schon mit entzündungshemmende Medikamenten probiert? Ansonsten können sie es zuerst mit Kortison infiltrieren lassen, das nimmt schnelle die Schmerzen für eine kurze Zeit weg. Als alternative ist die Eigenblut Therapie, hier ist die Wirkung auch meist kurzfristig. Je nachdem können die Schmerzen trotzdem komplett ausbleiben. Die Schulterübungen sind sehr wichtig, sodass die Beweglichkeit erhalten bleibt. Die Embolisation bleibt als letzte Therapie Möglichkeit, nachdem die Schmerzen mehr als 6 Monaten dauern.
Fall sie noch fragen haben, schreiben sie uns direkt per Mail.
Freundliche Grüsse
Christine Sch (Samstag, 16 August 2025 22:12)
Hallo, durch Zufall bin ich heute auf diese Seite gestoßen.. Ich habe seit der 2. Coronaimpfung, die extrem schmerzhaft war, immer wieder mal mehr mal weniger starke stechende Schmerzen in der Schulter, die wie eine Linie bis in den Unterarm und manchmal sogar bis in die Hand ausstrahlen. Bisher haben weder physiotherapeutische noch osteopathische Maßnahmen geholfen. Die Beweglichkeit meines Schultergelenks versuche ich durch regelmäßige sportliche Übungen zu erhalten, auch wenn es oft schmerzhaft ist. Gibt es aus Ihrer Sicht ein Möglichkeit für eine Besserung.?
Freundliche Grüße
Susanne Constantinescu (Mittwoch, 20 August 2025 10:22)
Guten Tag
nach meiner Erfahrungen werden die Schmerzen sich langsam reduzieren und eine gewisse Bewegung Einschränkung hinterlassen. Bei den Fällen, dass die chronische Entzündung und folgende Schmerzen nicht weggehen, kann eine Mikroembolisation whs weiterhelfen.
Freundliche Grüsse
Susanne Constantinescu
Sarah (Montag, 13 Oktober 2025 09:55)
Hallo
Heute vor genau 4 Wochen hatte ich meine erste HPV Impfung.
Die Impfung an sich war sehr schmerzhaft und was mich wunderte war, dass die Dame, die mich impfte, mir befohlen hatte meinen Arm hängen zu lassen aber auch locker zu lassen, wobei automatisch Zug drauf ist, wenn ich meinen Arm nicht ablege?
Nach 2/3 Tagen habe ich meinen Arm wieder 100% genutzt und habe bis heute Schmerzen in der Schulter. Meines Erachtens hat sie auch viel zu weit oben geimpft, also wirklich ins Gelenk quasi. Wenn ich meinen Arm mehr als 90 Grad heben, habe ich extreme Schmerzen. Auch nach dem Sport, wenn ich z.B. Liegestütze mache, habe ich ein Tag später auch in Ruhe Schmerzen.
Was ich bemerkt habe… wenn ich meinen Arm viel nach oben bewege also oft an die Schmerzen herankomme, dann fühlt es sich innen etwas warm an. Von außen ist es aber nicht warm.
Katja S. (Freitag, 17 Oktober 2025 22:51)
Hallo guten Abend, ich bin gestern im Rahmen der Grippe Schutzimpfung um 10 Uhr in den linken Oberarm (weil Rechtshänderin) geimpft worden. Die Impfung an sich war wie immer unspektakulär, jedoch hatte ich ein
Paar Stunden später, gg ca. 15 Uhr plötzlich Schmerzen im Ellbogen (so wie als hätte ich mir den Musikanten Knochen gestoßen)und auch im oberen Handgelenk/der Handwurzel, so als hätte ich mir die Hand umgebogen. Es hat aber nichts dergleichen stattgefunden. Nachdem ich heute immer noch ein schmerzhaftes Handgelenk habe, heute morgen habe ich etwas Voltaren Salbe darauf getragen, kam ich auf die Idee, dass es sich um Nachwirkungen der Impfung handeln könnte und googlte und stieß auf diese Seite. Sollte ich am besten eine Schmerz Tablette nehmen? Gibt es sonst noch etwas, das ich tun kann außer abwarten? Vielen Dank und viele Grüße Katja S.
Guten Abend (Sonntag, 19 Oktober 2025 22:32)
Eine spezifische Therapie ist in vielen Fällen nicht unmittelbar erforderlich. Wir empfehlen, die Beschwerden durch Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt abklären zu lassen. Gegebenenfalls kann der Einsatz von entzündungshemmenden Medikamenten sinnvoll sein – vorausgesetzt, Sie vertragen diese gut. In manchen Fällen klingen die Schmerzen innerhalb weniger Tage von selbst wieder ab.
Arno H. (Dienstag, 28 Oktober 2025 10:37)
Liebe Frau Doktor Constantinescu, ich habe leider eine etwas umfangreichere Geschichte, kann mir aber das Problem nicht erklären und hoffe auf Hinweise von Ihnen.
In Vorbereitung einer China Reise habe ich diverse Impfungen benötigt (Tetanus, Hebertitis A+B, Japanische Grippe...) Kurz vor einer vierwöchigen Wanderung am Jakobsweg im August habe ich den ersten Teil dieser Impfungen bekommen. Auf diesem haben die Schmerzen in der linken Hand an der Stelle der Impfungen begonnen. Nach einem stechenden Schmerz nach dem ich mit der nach außen gedrehten Handfläche Wäsche im Rucksack auf eine Seite geschoben habe, waren die Schmerzen jeden Tag vorhanden, ich habe es vorerst auf das Tragen des Rucksacks über Wochen geschoben. Den zweiten Teil der Impfungen habe ich mir nach der Wanderung auf die rechte Hand geben lassen, weil die Stelle an der linken Hand zu verkrampft wirkte und ich auch noch Schmerzen hatte. Vor drei Wochen, die Schmerze waren fast weg, ich habe auch nicht mehr daran gedacht hatte ich einen flachen Sturz auf den Rücken. Zum Glück ist nicht wirklich viel passiert, aber die Schmerzen im Oberarm der linken Hand waren wieder da. Mein Physiotherapeut meinte es war wohl beim Sturz eine Verkrampfung vorhanden und der Schlag habe dann den Muskel verletzt. Zusammen mit ihm habe ich eine Bewegungstherapie begonnen und zwei Wochen lang Voltaren aufgetrageben. Weil die lockere Hand ohne Schmerzen in alle möglichen Positionen durch den Therapeuten gebracht werden konnte (ohne eigener Muskelkraft) wurden Verletzungen an Knochen oder Gelenken ausgeschlossen. Ich bekam Bewegungsübungen bei denen die verletzte Hand durch die gesunde Hand bewegt wurde und so diese Schmerzfrei machbar waren. Heute habe ich diese Schmerzen aber immer noch, aber nicht so stark dass man mit der Linken Hand nicht so gut wie alles machen könnte, aber zum Beispiel das Servieren einer gefüllten Teekanne mit ausgestreckten linken Hand bereitet Schmerzen und Überwindung. Kann es sich um SIRVA handeln und wäre dann eine andere Therapie zielführend? Liebe Grüße Arno.
Susanne Constantinescu (Dienstag, 28 Oktober 2025 22:27)
Lieber Arno
Vielen Dank für Ihre ausführliche Schilderung. Ihr Fall ist tatsächlich komplex, zeigt aber einen zeitlichen Zusammenhang zwischen der Impfung und dem Auftreten von Schmerzen – und das ist ein wichtiges Merkmal, das für ein sogenanntes SIRVA (Shoulder Injury Related to Vaccine Administration) spricht.
SIRVA ist eine seltene Komplikation, bei der es durch eine ungünstige Injektionstechnik zu einer Entzündung von Schleimbeutel oder Sehnen im Schulterbereich kommen kann. Oft sind solche Beschwerden durch die räumlich zu hoch oder zu tief verabreichte Injektion ausgelöst.
Was aus Ihrer Beschreibung nicht ganz klar wird, ist der exakte Ort, an dem die Impfung appliziert wurde. Das wäre jedoch entscheidend, um besser einschätzen zu können, ob es sich wirklich um SIRVA handelt.
Die Therapie, die Sie zusammen mit Ihrem Physiotherapeuten begonnen haben – inklusive Mobilisation unter Schonung, entzündungshemmender Medikation und passiver Bewegung – ist sehr sinnvoll und entspricht dem, was wir auch empfehlen würden.
Allerdings muss man betonen: Die Wanderung mit schwerem Rucksack sowie der spätere Sturz auf den Rücken könnten den Heilungsverlauf erheblich beeinflusst und eine zusätzliche Irritation oder Muskelverletzung ausgelöst haben.
Was Sie jetzt tun können:
Versuchen Sie, die betroffene Hand möglichst zu schonen.
Kälteanwendungen (z. B. kühlende Bäder oder Umschläge) können helfen, die Entzündung zu reduzieren.
Geduld ist wichtig: Häufig bessern sich die Beschwerden innerhalb von sechs Monaten von selbst.
Falls die Schmerzen anhalten oder sich verschlimmern, ist eine weiterführende Abklärung sinnvoll – idealerweise im Rahmen einer spezialisierten Sprechstunde. Gerne dürfen Sie mich direkt kontaktieren oder einen Termin für eine Videosprechstunde vereinbaren, damit ich Ihre Beschwerden besser einschätzen kann.
Herzliche Grüsse
Dr. Susanne Constantinescu
Arno H. (Donnerstag, 30 Oktober 2025 08:54)
Liebe Frau Doktor Constantinescu, vielen Dank für ihre Antwort. Die Verwirrung wegen dem exakten Ort der Impfung verstehe ich, ich habe wiedereinmal "Hand" und "Arm" verwechselt. Entschuldigung dafür. Die Impfung wurde natürlich im linken Oberarm verabreicht. Eher so im oberen Drittel, genau kann ich das nicht mehr sagen. Da es inzwischen zu einer kontinuierlichen Verbesserung kommt werde ich wie von ihnen Vorgeschlagen Geduld beweisen. Sechs Monate sind noch lange nicht um. Auch werde ich den Rat befolgen und die Hand schonen, so wie auch mein Physiotherapeut geraten hat, Bewegung, aber nicht in den Schmerz hinein. Liebe Grüße, Arno
Klaus-Dieter König (Dienstag, 02 Dezember 2025 19:51)
Hallo Frau Doktor
Ich bin Mitte September wegen Zecken Geimpft worden linker Arm und habe bis Heute Schmerzen
in den Arm Schlafen schlecht Autofahren schlecht und so weiter.
War jetzt beim Orthopäden hat geröntgt er sagt alles in Ordnung
MRT gemacht da hat er mir Erzählt Sehnen anrissen man muss eine Eigenblut
Therapie mit Autologous Conditioned Plasma machen.
Das muss ich selber zahlen 500 Euro.
Ich weiß jetzt nicht was das soll noch dazu keine Garantie das es Hilft und was hat das
mit der Impfung zu tun.
Würde mich über eine Nachricht Freuen.
Mit freundlichen Grüßen aus Düsseldorf K.-D. König
Christiane (Sonntag, 08 Februar 2026 11:30)
Ich bin am 29.01.26 gegen Grippe geimpft worden. Seit Mittwoch 04.02.26 habe ich sehr starke Schmerzen im Oberarm und der Schulter. Ich kann den Arm nur wenige Zentimeter hoch heben ,ohne Extreme Schmerzen auszulösen. Meine Finger kribbeln. Am schwierigsten bzw. Unmöglich ist Haare machen oder den BH schließen. Diese Bewegung geht gar nicht. Ich habe vom Arzt ibu 400 akut und Rinoval bekommen. Heute ( 8.2.) Sind die Schmerzen etwas besser,jedoch die Bewegung klappt nur so la la. Der Arzt riet mir den Arm voll zu bewegen. Was würden Sie mir empfehlen?
Lg