Tendinitis (Sehnenentzündung): Krankheitsbilder, Symptome & Behandlung

Die Tendinitis – auch als Sehnenentzündung bezeichnet – ist eine häufige Ursache für Schmerzen im Bewegungsapparat. Sie entsteht, wenn Sehnen durch Überlastung, Fehlbeanspruchung oder wiederkehrende Mikroverletzungen gereizt werden. Während die Tendinopathie der Überbegriff für Sehnenerkrankungen ist, beschreibt die Tendinitis primär entzündliche Vorgänge, die nicht nur akut, sondern auch subakut oder als „acute-on-chronic“-Verlauf auftreten können. In der Praxis gehen entzündliche und degenerative Veränderungen oft ineinander über, weshalb eine genaue Abgrenzung wichtig ist. Unbehandelt kann eine Sehnenentzündung zu einer chronischen Tendinitis führen und die Funktion der betroffenen Sehnen langfristig einschränken.


Individuelle Beratung bei Tendinitis-Beschwerden

 

Leiden Sie seit Monaten unter anhaltenden Schmerzen durch eine Sehnenentzündung?
Wenn konservative Behandlungen beim Hausarzt oder Orthopäden bereits ausgeschöpft sind und die Beschwerden seit mehr als 6 Monaten bestehen, gibt es heute moderne Alternativen. Die mikroinvasive Therapie bietet die Möglichkeit, gezielt an der Ursache der Schmerzen anzusetzen – oft noch bevor eine Operation notwendig wird. Dabei handelt es sich in der Regel um kleine, schonende Eingriffe mit geringem Risiko und häufig hoher Wirksamkeit. Ziel der Behandlung ist es, die Entzündung zu reduzieren und die Regeneration von Sehnen und Gewebe gezielt zu fördern. Viele Patientinnen und Patienten profitieren von einer deutlich schnelleren Erholung im Vergleich zu operativen oder rein konservativen Verfahren. Besonders geeignet ist diese Therapie für aktive und sportliche Menschen, die möglichst rasch wieder in ihren Alltag oder Sport zurückkehren möchten. Eine präzise und individuelle Diagnostik steht dabei immer im Mittelpunkt. Dr. med. Susanne Constantinescu, Spezialistin für diagnostische und interventionelle Radiologie (FMH), berät Sie persönlich und entwickelt gemeinsam mit Ihnen ein massgeschneidertes Therapiekonzept.


Sehnenentzündung in der Schulter gezielt verstehen

Die Sehnenentzündung in der Schulter ist eine häufige Ursache für Schmerzen, da das Gelenk stark beweglich und entsprechend anfällig für Überlastung ist. Besonders betroffen sind die Sehnen der Rotatorenmanschette, die durch wiederholte Überkopfbewegungen gereizt werden. Typisch für eine Tendinitis in der Schulter sind Schmerzen bei Armbewegungen, Nachtschmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit. Unbehandelt kann sich die Sehnenentzündung in der Schulter zu einer chronischen Tendinitis entwickeln und langfristige Beschwerden verursachen.

Frau greift sich mit der linken Hand an ihren Nacken

Tendinitis im Arm: Ursachen und typische Symptome

Die Tendinitis im Ober- oder Unterarm tritt häufig im Bereich der Sehnenansätze am Ellenbogen auf, etwa als Tennis- oder Golferellenbogen. Ursache sind meist wiederholte Belastungen und Überbeanspruchung im Alltag oder Sport. Typisch für diese Form der Sehnenentzündung sind belastungsabhängige Schmerzen sowie eine eingeschränkte Kraft bei Greifbewegungen. Ohne gezielte Behandlung Sehnenentzündung kann sich die Tendinitis im Ober- oder Unterarm zu einer chronischen Tendinitis entwickeln.

Frau greift sich mit der rechten Hand an ihren linken Arm

Sehnenentzündung in Hand und Handgelenk erkennen

Die Tendinitis im Ober- oder Unterarm tritt häufig im Bereich der Sehnenansätze am Ellenbogen auf, etwa als Tennis- oder Golferellenbogen. Ursache sind meist wiederholte Belastungen und Überbeanspruchung im Alltag oder Sport. Typisch für diese Form der Sehnenentzündung sind belastungsabhängige Schmerzen sowie eine eingeschränkte Kraft bei Greifbewegungen. Ohne gezielte Behandlung Sehnenentzündung kann sich die Tendinitis im Ober- oder Unterarm zu einer chronischen Tendinitis entwickeln.

Mann greift mit seiner linken Hand um sein rechtes Handgelenk

Tendinitis im Fuss: Achillessehne über Vorfuss bis Knöchel

Die Sehnenentzündung im Fuss betrifft häufig die Achillessehne, die Peronealsehnen (Peronealsehnenentzündung) oder die Sehnen des Tibialis posterior. Auch eine Sehnenentzündung im grossen Zeh kann auftreten, besonders bei Überlastung oder Fehlbelastungen beim Sport oder im Alltag. Diese Formen der Tendinitis können die Belastbarkeit des Fusses deutlich einschränken und typische Beschwerden wie Anlaufschmerzen, Druckempfindlichkeit und Verdickung der betroffenen Sehnen hervorrufen. Unbehandelt kann sich eine chronische Tendinitis entwickeln und langfristige Einschränkungen verursachen.

Frau greift mit beiden Händen um ihren rechten Knöchel

Tendinitis im Bein: Kniesehnen, Tractus und mehr

Die Tendinitis im Bein betrifft häufig die Sehnen rund um Knie, Oberschenkel und Hüfte. Besonders häufig kommt es zur Sehnenentzündung der Kniekehle, die Schmerzen beim Beugen und Strecken des Knies verursacht. Ebenfalls betroffen sein können die Patellasehne und die Sehnen des Tractus iliotibialis, besonders bei Läufern oder Sportarten mit wiederholten Richtungswechseln. Typische Beschwerden sind lokale Schmerzen, Druckempfindlichkeit und eingeschränkte Beweglichkeit bei Belastung, etwa beim Treppensteigen oder Laufen. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung sind entscheidend, um eine Chronifizierung zu verhindern und die normale Funktion des Beins wiederherzustellen.

Mann fässt sich mit beiden Händen an die Knie


Tendinitis: Symptome frühzeitig erkennen

Die Symptome einer Tendinitis entwickeln sich häufig schleichend und werden gerade in der Anfangsphase oft unterschätzt. Typisch ist ein lokalisierter Schmerz entlang der betroffenen Sehne, der zunächst nur bei Belastung auftritt, im weiteren Verlauf jedoch auch in Ruhe bestehen kann. Viele Patientinnen und Patienten berichten zudem über eine zunehmende Steifigkeit, insbesondere nach längeren Ruhephasen oder morgens nach dem Aufstehen. Im Bereich der betroffenen Sehnenentzündung kann es zu einer sichtbaren oder tastbaren Schwellung kommen. Auch eine Überwärmung oder eine erhöhte Druckempfindlichkeit sind möglich. Mit fortschreitender Dauer der Tendinitis nimmt häufig die Belastbarkeit der Sehne ab, wodurch alltägliche Bewegungen zunehmend eingeschränkt werden.

Zu den häufigsten Beschwerden zählen:

  • Lokale Schmerzen entlang der Sehne
  • Belastungsabhängige und später auch Ruheschmerzen
  • Schwellung und Druckempfindlichkeit
  • Bewegungseinschränkung

Eine frühzeitige Einordnung dieser Symptome ist entscheidend, um rechtzeitig eine geeignete Sehnenentzündung Behandlung einzuleiten und eine chronische Sehnenentzündung zu vermeiden.

Ursachen: Wie entsteht eine Sehnenentzündung?

Die Entstehung einer Tendinitis ist meist das Ergebnis mehrerer Faktoren. Eine zentrale Rolle spielt die mechanische Überlastung der Sehne. Wiederholte Bewegungen – sei es im Sport oder im beruflichen Alltag – können zu kleinen, kaum spürbaren Mikroverletzungen führen. Diese lösen eine Entzündungsreaktion aus, die sich mit der Zeit verstärken kann. Zusätzlich können Fehlhaltungen, muskuläre Dysbalancen oder ungünstige Bewegungsmuster die Belastung auf die Sehne erhöhen und den Heilungsprozess stören.

Bei einer chronischen Tendinitis zeigen moderne bildgebende Verfahren, dass sich in der betroffenen Sehne neue, krankhafte Gefässe bilden. Diese sind unregelmässig aufgebaut und tragen dazu bei, die Entzündung aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig wachsen entlang dieser Gefässe feine, schmerzleitende Nervenfasern, die wesentlich zur anhaltenden Schmerzempfindung beitragen. Diese Veränderungen können die Struktur und Belastbarkeit der Sehne deutlich beeinträchtigen und erklären, warum die Schmerzen oft trotz klassischer Therapien bestehen bleiben.

Arzt oder Ärztin hält Ultraschallbilder von Gelenken in der Hand

Tendinitis Behandlung: moderne Therapieansätze

Die Tendinitis Behandlung orientiert sich an der Ursache, der Dauer der Beschwerden sowie der betroffenen Körperregion. Ziel ist es, die Entzündungsreaktion zu reduzieren, Schmerzen zu lindern und die Funktion der Sehne wiederherzustellen. In vielen Fällen erfolgt die Sehnenentzündung Behandlung zunächst konservativ, beispielsweise durch Entlastung, gezielte physiotherapeutische Massnahmen oder entzündungshemmende Therapien.

Bestehen die Beschwerden jedoch weiterhin, kann eine mikroinvasive Therapie sinnvoll sein. Diese setzt direkt an krankhaft neu gebildeten Gefässen (Angiogenese) an, die die Entzündung aufrechterhalten und mit feinen Gefässverbindungen (Mikrofisteln) sowie schmerzleitenden Nervenfasern verbunden sind. Durch den gezielten Verschluss dieser Gefässe kann die Entzündung reduziert werden. Dies ermöglicht der Sehne, sich zu regenerieren, während sich die schmerzleitenden Nervenfasern zurückbilden. In der Folge kommt es häufig zu einer Abnahme der Schwellung und Schmerzen und zu einer verbesserten Beweglichkeit.

Gelenkembolisation bei chronischer Tendinitis

Gezeichneter Vorgang der Gelenkembolisation

Bei anhaltenden Beschwerden oder einer chronischen Tendinitis gewinnt die interventionelle Therapie zunehmend an Bedeutung. Eine besonders innovative Methode ist die Gelenkembolisation. Dieses minimalinvasive Verfahren setzt gezielt an krankhaften Gefässneubildungen an, die bei einer chronischen Sehnenentzündung häufig eine Rolle spielen. Durch das gezielte Verschliessen dieser Gefässe kann die Entzündungsaktivität reduziert und der Schmerz nachhaltig gelindert werden. 


Die Gelenkembolisation stellt damit eine effektive Option innerhalb der modernen Tendinitis Behandlung dar, insbesondere wenn konservative Massnahmen nicht den gewünschten Erfolg zeigen. Gleichzeitig kann sie dazu beitragen, operative Eingriffe zu vermeiden.

Minimalinvasive Behandlung der Sehnenentzündung

Die minimalinvasive Behandlung einer Sehnenentzündung hat sich in den letzten Jahren als schonende und effektive Therapieform etabliert. Sie ermöglicht eine gezielte Behandlung der betroffenen Strukturen bei gleichzeitig geringer Belastung für den Körper. Gerade bei chronischer Tendinitis oder chronischer Sehnenentzündung profitieren Patientinnen und Patienten von kurzen Erholungszeiten und einer schnellen Rückkehr in den Alltag. Durch den präzisen Einsatz moderner Verfahren kann die Ursache der Beschwerden direkt adressiert werden, ohne umliegendes Gewebe unnötig zu belasten.


Jetzt aktiv werden: Beschwerden frühzeitig behandeln

Eine Tendinitis ist mehr als eine vorübergehende Reizung – unbehandelt kann sie zu langfristigen Einschränkungen führen. Eine Sehnenentzündung sollte deshalb frühzeitig ernst genommen werden, um Folgeschäden zu vermeiden. Für eine individuelle Beratung und eine auf Ihre Beschwerden abgestimmte Therapie steht Ihnen Dr. med. Susanne Constantinescu, Spezialistin für diagnostische Radiologie und interventionelle Radiologie (FMH), persönlich zur Verfügung.

Dr. med. Susanne Constantinescu schaut in die Kamera und lächelt

Sie beurteilt die Ursache Ihrer Tendinitis präzise und zeigt moderne, schonende Behandlungsmöglichkeiten auf, darunter die mikroinvasive Therapie, um Schmerzen zu lindern und die Funktion der Sehnen wiederherzustellen. Dabei werden auch Zusammenhänge mit der Tendinopathie oder einer Arthrose Behandlung berücksichtigt, um ein ganzheitliches Therapiekonzept zu ermöglichen. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin und starten Sie eine gezielte Sehnenentzündung Behandlung, um die Heilung zu fördern und einer chronischen Tendinitis vorzubeugen.


Quellen und verwendete Literatur

  • AWMF – Leitlinien muskuloskelettale Erkrankungen
  • Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU)
  • Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU)
  • Swiss Orthopaedics – Schweizerische Gesellschaft für Orthopädie
  • Schweizerisches Medizin-Forum (SMF)
  • MSD Manual (deutsche Ausgabe)