Ob beim morgendlichen Aufstehen, auf dem Weg zur Arbeit oder beim Joggen – der Fuss trägt bei jedem Schritt das gesamte Körpergewicht. Diese permanente Belastung macht die Sehnen des Fusses besonders anfällig: Eine Sehnenentzündung im Fuss beginnt oft unscheinbar mit leichten Schmerzen nach längerer Aktivität und wird deshalb häufig erst spät ernst genommen.
Anders als eine Tendinitis an Schulter oder Arm bringt die Tendinitis im Fuss eine besondere Schwierigkeit mit sich: Der Fuss lässt sich im Alltag kaum vollständig entlasten. Bereits normales Gehen beansprucht die entzündeten Sehnen, und die enge Nachbarschaft von Sehnen, Sehnenscheiden, Knochen und Gelenken führt dazu, dass aus einer entzündeten Sehne im Fuss rasch eine begleitende Sehnenscheidenentzündung entstehen kann. Deshalb ist eine frühzeitige Diagnose und eine gezielte Behandlung der Sehnenentzündung gerade am Fuss besonders wichtig.
Sie haben seit Wochen Schmerzen im Fuss, die trotz Schonung nicht nachlassen? In ihrer Praxis in Bern berät Sie Dr. med. Susanne Constantinescu, Fachärztin für diagnostische und interventionelle Radiologie (FMH), persönlich zur mikroinvasiven Therapie. Liegt bereits eine gesicherte Diagnose vor und haben konservative Therapien nicht die gewünschte Besserung gebracht, kann dieser schonende Eingriff eine wirkungsvolle Möglichkeit sein, wieder schmerzfrei durch den Alltag zu kommen.
Über 100 Sehnen, Bänder und Muskeln verbinden die 26 Knochen des Fusses miteinander und ermöglichen den aufrechten Gang. Dabei übernimmt jede Sehne eine spezifische Aufgabe: Einige stabilisieren das Sprunggelenk bei seitlicher Bewegung, andere spannen das Fussgewölbe auf oder heben den Fuss beim Gehen aktiv an. Diese Arbeitsteilung macht den Fuss leistungsfähig. Das bedeutet aber auch, dass bereits die Überlastung einer einzelnen Sehne das gesamte Zusammenspiel stören kann. Welche Sehne sich entzündet, hängt stark vom individuellen Belastungsprofil ab: Läuferinnen und Läufer sind häufiger an der Achillessehne oder den Peronealsehnen betroffen, während Menschen mit überwiegend stehender Tätigkeit eher Beschwerden an der Tibialis-posterior-Sehne entwickeln.
Die Achillessehne verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein und federt bei jedem Schritt ein Vielfaches des Körpergewichts ab. Bei dauerhafter Überlastung, etwa durch abrupte Trainingssteigerungen oder hartes Schuhwerk, entwickelt sich eine Achillessehnen-Entzündung mit Schwellung, Anlaufschmerz und tastbarer Verdickung. Unbehandelt drohen Riss oder Ruptur.
Hinter dem Aussenknöchel stabilisieren die Peronealsehnen das Sprunggelenk bei seitlicher Bewegung. Eine Peronealsehnenentzündung äussert sich durch ziehende Schmerzen an der Aussenseite des Fusses und eine sichtbare Schwellung, häufig ausgelöst durch wiederholtes Umknicken oder chronische Bandinstabilität.
Die Tibialis-anterior-Sehne hebt den Fuss beim Gehen aktiv an. Eine Entzündung fällt besonders bergauf oder auf unebenem Untergrund auf, wenn jeder Schritt schmerzt. Auch am Fussrücken tritt häufig eine Sehnenscheidenentzündung auf – etwa bei Wanderern oder Läufern, deren Schnürung zu eng sitzt und auf die Sehnenscheiden drückt.
Im Vorderfuss verläuft die Beugesehne des grossen Zehs (Flexor hallucis longus). Diese Sehne wird vor allem bei Abrollbewegungen und beim Abstossen stark beansprucht. Eine Entzündung äussert sich durch Schmerzen unter dem Grosszehengrundgelenk oder im Bereich des Fussballens, die beim Gehen und besonders beim Zehenstand zunehmen. Auch Tänzerinnen und Tänzer sind häufig betroffen, da der Spitzentanz diese Sehne extrem belastet. Frühzeitige Schonung, Einlagenversorgung und gezielte Dehnübungen können die Beschwerden in vielen Fällen deutlich lindern.
An der Fussunterseite können die kurzen Fussmuskeln und ihre Sehnen bei Überbelastung ebenfalls entzünden. Die Beschwerden ähneln einer Plantarfasziitis: brennender Schmerz beim Auftreten, vor allem morgens oder nach längerem Sitzen. Eine Abgrenzung durch bildgebende Diagnostik ist wichtig, um die richtige Therapie einzuleiten.
Charakteristisch für eine Tendinitis im Fuss ist ein schleichender Verlauf: Der Schmerz tritt zunächst nur nach längerer Belastung auf, verschwindet in Ruhe und wird deshalb leicht abgetan. Mit der Zeit kehren die Beschwerden jedoch schneller zurück und halten länger an:
Halten diese Symptome länger als zwei bis drei Wochen an, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Denn eine entzündete Sehne im Fuss lässt sich im Frühstadium in aller Regel gut konservativ behandeln.
Eine einzelne Ursache lässt sich selten benennen. Üblicherweise kommen mehrere Risikofaktoren zusammen, die den Fuss über seine Belastungsgrenze hinaus fordern:
Eine Tendinitis beschreibt zwar eine entzündliche Reaktion der Sehne, ist aber keineswegs immer rein akut. Sie kann ebenso subakut, chronisch oder als sogenannter Acute-on-chronic-Verlauf auftreten, bei dem eine bereits vorgeschädigte Sehne durch erneute Überlastung aufflammt. Gerade am Fuss ist dieser Übergang fliessend, weil sich der Fuss im Alltag kaum vollständig entlasten lässt.
Wird die Erkrankung chronisch, verändert sich die Struktur der Sehne: Wiederkehrende Entzündungen schädigen das Gewebe, und es bilden sich neue, krankhafte Gefässe, entlang derer schmerzleitende Nervenfasern wachsen. Diese Nervenfasern halten den Schmerz aufrecht – selbst wenn die ursprüngliche Überlastung längst vorbei ist. Genau an diesem Punkt setzt die Gelenkembolisation an.
Da der Fuss im Alltag kaum geschont werden kann, kommt der Therapieplanung besondere Bedeutung zu. Die Behandlung einer Sehnenentzündung im Fuss setzt daher nicht auf strikte Ruhigstellung, sondern auf gezielte Massnahmen, die Entzündung und Belastung gleichzeitig adressieren:
Sehnenentzündung im Fuss – was hilft, wenn konservative Massnahmen über mehrere Monate keine ausreichende Besserung bringen? Dann stehen interventionelle Verfahren zur Verfügung, als schonende Alternative, bevor eine Operation in Betracht gezogen wird.
Spricht eine chronische Sehnenentzündung im Fuss auf konservative Therapie nicht an, bietet die Gelenkembolisation einen gezielten Behandlungsansatz. Über einen dünnen Katheter werden winzige Partikel in die krankhaft neu gebildeten Gefässe der betroffenen Sehne eingebracht und verschliessen diese dauerhaft. Den schmerzleitenden Nervenfasern wird so die Versorgung entzogen. Die Entzündung klingt ab, und der Fuss wird Schritt für Schritt wieder belastbar.
Der Eingriff dauert in der Regel unter einer Stunde, erfolgt ambulant in der Klinik und erfordert keine Vollnarkose. Die meisten Patientinnen und Patienten nehmen ihren Alltag nach wenigen Tagen wieder auf – eine schonende Option zur Behandlung der Sehnenentzündung im Fuss, wenn konservative Wege ausgeschöpft sind.
Ob Achillessehne, Peronealsehne oder Tibialis posterior: Jede Sehnenentzündung im Fuss braucht eine individuelle Abklärung und gezielte Therapie. Denn eine Tendinitis im Fuss lässt sich bei frühzeitigem Handeln gut behandeln. Je früher Sie aktiv werden, desto grösser sind die Chancen auf eine vollständige Heilung. Spricht die Erkrankung trotz gesicherter Diagnose und konservativer Therapie nicht ausreichend an, bietet Dr. med. Susanne Constantinescu, Fachärztin für diagnostische und interventionelle Radiologie (FMH), mit der Gelenkembolisation ein minimalinvasives Verfahren in ihrer Praxis in Bern an. Vereinbaren Sie in diesem Fall gerne Ihren Termin – für einen Fuss, der Sie wieder schmerzfrei durch den Alltag trägt.